Geschichte von Hohenleimbach
Geografische Lage
Hohenleimbach (Koordinaten: 50° 25'N, 7° 4'O) ist mit 512 m ü.N.N die höchstgelegene Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Brohltal und befindet sich in deren Westen. Die Hohe Acht als höchste Erhebung in der Eifel, in der auch Hohenleimbach liegt, befindet sich ca. 6 km südwestlich von der Ortsgemeinde entfernt. Zu Hohenleimbach gehört der ca. 1,8 km nordöstlich gelegene Ortsteil Lederbach jenseits der B 412.
Sage vom "Brante Hof"
Schenkt man einer Sage über den "Bauern vom Brante Hof" Glauben, so wurde Leimbach bereits in der Zeit des Frankenkönigs Karls des Großen (768 - 814 n.Chr.) gegründet. Ein, nach einem Brand seines Hofes obdachlos gewordener, sächsischer Bauer erhielt auf der Suche nach einer neuen Heimat einen "Rodebrief" für ein Stück Land zwischen Kempenich und Hochacht. Als er dieses Stück Land erreicht hatte, errichtete er nach der Rodung dort eine Hütte. Einige Hinweise deuten darauf hin, dass dieser Ort im Bereich Hohenleimbach liegen muss. Noch heute trägt in Hohenleimbach eine kleine Seitenstraße in der Ortsmitte den Namen "Brantestraße". Nach einigen Jahren wanderte der Bauer noch einmal zurück in seine alte Heimat Sachsen und bewegte dort die Menschen, mit ihm zu seinem Besitz zu gehen. Es folgten wohl viele seinem Ruf und sie gründeten daraufhin einen neuen Ort in der Eifel , den sie so nannten wie ihr ehemaliges Dorf in Sachsen hieß: "Leimbach"
Erstmalige Erwähnung
Man schreibt das Jahr 1424, als der Trierer Erzbischof Werner von Falkenstein sich gewaltsam die "Herrschaft Kempenich" von seinen Widersachern aus dem Erzbistum Köln und der Pfandschaft Sinzig aneignete. Der Erzbischof besetzte seine Herrschaft mit einem ihm ergebenen Amtmann, dem er treue Burgmannen zur Seite stellte. Diese Burgmannen erhielten ihrerseits für ihre Dienste Lehen. Dazu erstellte man ein Verzeichnis, worin Leimbach, so noch die Bezeichnung im späten Mittelalter, und Lederbach erstmalig Erwähnung fanden.
Peter von Tries (Treis an der Mosel) erhielt 1425 unter anderem "als besunder Burglehen zu Kempenich, Wiese, Hanergulde, Honre und Zehnt vom Vieh, Gude (Gut) von Leimbach, Balsgude von Reymbach und berten Gude von der Heyden". In dem "Gude von Leimbach" - den Schluss lässt die Besitzüberlieferung zu, wurde kurz vor 1500 ein Hof errichtet der spätestens um 1700 wieder aufgegeben wurde. Er stand ostwärtig etwas außerhalb des Dorfes.
Von Wüst-Leimbach zu Hohenleimbach
Ob der um 1700 aufkommende Ortsname "Wüstleimbach" etwas mit der "Wüstfallung" dieses Hofes zu tun hat, ist nicht sicher. Der Ortsnamenzusatz "Wüst-" hat aber die folgenden zweihundert Jahre überdauert, ehe ein kaiserlicher Erlass vom 1. März 1916 die Namensänderung in "Hohenleimbach" verfügte.
Man erzählt sich dazu die Geschichte, dass sich Kaiser Wilhelm II. kurz zuvor einmal auf der Jagd in der Region befand und von erhöhter Stelle auf den herrlich in der Sonne liegenden Ort "Wüstleimbach" schaute. Seine Majestät erkundigte sich nach dem Namen des Ortes und man antwortete ihm wahrheitsgemäß, dass der Ort "Wüstleimbach" heiße. Daraufhin verfügte der Kaiser, dass "es in seinem Beritt keinen Ort geben sollte, der mit "Wüst-" beginne". So folgte - nach weiteren zwei Jahren harter Verhandlungen im Gemeinderat des Ortes - die Namensänderung in "Hohenleimbach".
Eine Kopie der Urkunde der Namensänderung ist noch heute im Landgasthaus Müller zu betrachten.
Der "Weiler Rembach"
Vor Jahrhunderten lag etwas unterhalb des heutigen Ortes an der Einmündung des Lederbachs in die Nette der Weiler Rembach, der, 1337 erstmals und 1404 mit vier Höfen genannt, bereits im 17. Jahrhundert wegen Armut und Wegziehens seiner Einwohner wüstgefallen ist.


